Es gibt glaube ich wenige Skandinavische Gerichte, die so bekannt sind wie Köttbullar. Ich habe mir das Gericht mal angeguckt und Köttbullar selbstgemacht. Anders als mit einer klassischen Rahmsauce habe ich ein wenig Stoutbier in die Sauce gegeben. Ich koche ja gerne mit Bier und das gibt noch mal ein ganz eigenes Aroma.

Selbstgemachte Köttbullar mit Stout

Diese skandinavischen Fleischbällchen sind sicher dem ein oder anderen schon mal über den Weg gekommen. Geht man in ein bekannteres schwedisches Möbelhaus sieht man sie auch nahezu überall. Bei mir auf dem Blog gibt es heute selbstgemachte Köttbullar. Spannend ist hierbei die Aussprache. Man spricht Köttbullar nämlich eher „Schöttbüllar“ aus. Sieht der Name doch so einfach aus, muss man hier ein wenig bei der Aussprache aufpassen. Als ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, fiel mir doch sehr auf, dass die kleinen Fleischbällchen ja doch sehr ähnlich zu Köfte sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass damals Seefahrer eventuell die Fleischbällchen bei Arabern entdeckt haben, bzw. es ja vielleicht auch andersrum geschehen ist. Zumindest sagt man, dass die Geschichte der Köttbullar in Schweden Anfang des 18. Jahrhunderts beginnt. König Karl XII. soll die Fleischbällchen aus der Türkei mitgebracht haben. Aus diesem Grund habe ich hier auch das klassische Rezept leicht abgewandelt. Ich habe in meine selbstgeamchten Köttbullar nämlich mit etwas Zitronenabrieb verfeinert. Das gibt den Fleischbällchen einen im ersten Moment ungewohnten Touch.
Kötbullar mit Stout Bier und Kartoffelbrei

Klassich ist man zu Köttbullar Preiselbeeren. Das habe ich ein wenig abgeändert. In den deutschen Wäldern wachsen nämlich im Moment überall leckere Blaubeeren. Mit etwas Zimt, Vanille und Balsamicoessig wird daraus ein einfaches und leckere Kompott, dass auch noch hervorranged zum Rezept von meinen selbstgemachten Köttbular passt.

Die Sauce habe ich mit Stout gekocht

Ich verarbeite gerne mein Lieblingsgetränk in Speisen. Bier gibt Essen immer eine besonderes, aber unterstützendes Aroma. Bei meinen selbstgemachten Köttbullar habe ich ein Stout benutzt. Der Grund dafür ist ganz einfach. Zum einen gibt es der klasischen Rahmsauce ein schöne, leicht bräunliche Farbe und zum anderen bringt das Bier Karamel und Kaffeenoten in die Sauce. Steak mit Kaffee ist ja mittlerweile ein alter Hut. daher weiß man ja auch wie gut Kaffee und Rind schmeckt. Die Kombination mit dem Zitronenabrieb in den skandinavischen Köfte ergibt für mich ein sinniges Zusammenspiel.

Darum Kartoffelbrei und nicht Kartoffelpüree

Für viele Leute hat Kartoffelpürree ja viele Namen. die einen nennen es Stampfkartoffel, die anderen Kartiffelbrei und es gibt noch zahlreiche andere Namen. Für mich sind das ehrlich gesagt alles andere Zubereitungsarten. Ein selbstgemachtes Kartoffelpürree ist was ganz feines, kostet einen aber auch extrem viel Aufwand es wirklich hundert prozent glatt und „schlotzig“ zu rühren. Ein Kartoffelpüree ist schon eine Kunst. Ich hatte erst letztens einen Koch gesehen, dder das Püree zweimal durchs Sieb gegeben hat und dann noch mal 20 Minuten gerührt hat. Ob ein Kartoffelpürree immer so aufwändig sein muss, weiß ich nicht. Diesen Aufwand will ich natürlich nicht immer zu Hause haben.
Stampfkartoffel, das sind für mich wirklich nur grob gestampfte Kartoffel, finde ich lecker rustikal aber auch nicht immer so geil. Ab und an will man es ja auch mal etwas feiner haben. Das ist für mich der moment, wo ich Kartoffelbrei ins Spiel bringen will. Kartoffelbrei ist wie ein schönes Kartoffelpüree nur nicht so fein und arbeitsintensiv. Also einfach nur ein Brei aus Kartoffeln mit etwas Milch und Butter gestreckt.
Zu meinem selbstgemachten Köttbullar – Rezept passt dies hervorragend.

Bevor nun das Rezept kommt, will ich euch aber noch die Chance geben bei anderen Münchner Foodbloggern, spannende Rezepte rund um den Midsommar zu erhalten:

Kötbullar und Kartoffelbrei

Selbstgemachte Köttbullar mit Stout-Bier und Kartoffelbrei

Bier Pairing: Porter, Stout
Zubereitungszeit: 1 Stunde
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Zutaten

Selbstgemachte Köttbullar

  • 580 g Rinder-Hackfleisch
  • 2 Schalotten
  • 1 Ei
  • Abrieb 1/4 Zitrone
  • 100 g Paniermehl
  • 1 Teelöffel Dijonsenf
  • 1 Teelöffel Petersilie gehackt
  • Salz Pfeffer

Für die Stout-Rahmsauce

  • 1 Schalotte
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 1 Esslöffel Honig
  • 330 ml Stout
  • 250 ml Sahne

Blaubeer-Kompott

  • 300 g Blaubeeren
  • 60 g brauner Zucker
  • 80 ml Apfelsaft
  • 1 Vanillestange
  • 1/2 Zimtstange
  • 2 Esslöffel Balsamicoessig

Kartoffelbrei

  • 800 g Kartoffeln mehlig kochend
  • 200 ml Milch 3,5%
  • 200 ml Sahne 40% Fett
  • Abrieb von Muskatnuss
  • 30 g Butter
  • Salz

Anleitungen

Selbstgemachte Köttbullar

  1. Die Schalotten in feine Würfel schneiden
  2. Alle Zutaten vermischen und abschmeken.
  3. Aus der Hackfleischmasse ca. 25g schwere Bällchen formen.
  4. In einer Pfanne etwas Fett erhitzen und die Bällchen von allen Seiten schön anbraten.
  5. Die Bällchen aus der Pfanne nehmen.

Stout-Rahmsauce

  1. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in die Köttbullarpfanne geben und glasig anschwitzen.
  2. Das Mehl dazugeben und gut verteilen.Mit dem Stout ablöschen und das Stout um mind. 50% einkochen lassen.
  3. Die Sahne und den Honig dazugeben, verrühren und die Köttbullar dazugeben.
  4. Einmal aufkochen und ein paar Minuten ziehen lassen.
  5. Abschmecken.

Blaubeer-Kompott

  1. Die Blaubeeren waschen.
  2. Alle Zutaten aufkochen und für ca. 30 Minuten köcheln lassen.
  3. Abkühlen lassen.

Kartoffelbrei

  1. Die Kartoffeln schneiden und grob in Würfel schneiden.
  2. In Milch, Sahne und etwas Wasser aufkochen. Dabei schon etwas Salz dazugeben.
  3. Wenn die Kartoffeln weich werden, die Kartoffeln durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen.
  4. Die Kartoffeln zerstampfen oder besser durch eine Kartoffelpresse geben.
  5. Mit ein wenig der Kartoffelflüssigkeit (nach eigenem Geschmacund Butter glatt rühren.
  6. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Anrichten

  1. Einfach auf den Teller etwas Kartoffelbrei geben, daneben die Köttbullar setzen und das selbstgemachte Blaubeer - Kompott draufgeben.