Mein erster „Supper Club“ in München habe ich mit gemischten Gefühlen erfolgreich beendet. Das Thema des Events war „St. Martin“. Es war also klar, dass es irgendwie was mit Gans geben musste. Auf der einen Seite hat das Event sehr viel Spßaß gemacht und ich hatte tolle Gäste, aber auf der anderen Seite war die Absagequote schon recht hoch.

Die Vorbereitung des Supper Clubs in München

Gedeckter Tisch mit Kahla PorzellanDen ersten Supper Club vorbereiten war eigentlich ganz entspannt. Ich habe in der Vergangenheit ja häufiger für meine Jungs gekocht. Da war hier der aufwand natürlich überschaubarerer. Zudem war alles eigentlich (auf das „eigentlich“ gehe ich gleich noch was mehr ein) mit gutem Vorlauf planbar. Die Gänsekeulen hatte ich 2 Wochen vorher bestellt um sicher zu gehen, dass ich auch wirklich für meinen Hauptgang die optimale Qualität und Menge hatte und die Biere und alles was länger haltbar war hatte ich natürlich auch vorab geholt, so dass ich am Kochtag, dem Tag vor dem Event nur noch die frischen Sachen kaufen musste. Das hat hervorragend geklappt. Ich war dann mit dem Kochen, Tisch decken und Ablaufplan pünktlich eine Stunde bevor es losging fertig.

Der Ablauf des Supper Clubs

Der Ablauf des Events war praktisch ein Selbstläufer, was sicher auch an den Gästen lag, die Bock hatten was leckeres zu Essen und dazu ein tolles Bier zu trinken. Schön war auch, dass Martina vom Blog FrauBpunkt, die ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe, bei dem Event wiedertreffen konnte. Da das andere Paar durch meine Frau zu dem Event gekommen ist, war es eien schon sehr bekannte Stimmung. Alle am Tisch haben sich hervorragend verstanden und schienen bei dem Event eine Menge Spaß und Genuss gehabt zu haben. Zumindest war so ihr Feedback mir gegenüber. Das größte Lob ist ja bekanntlich ein wiederkehrender Gast. Persönlich hat mich allerdings sehr geärgert, dass 3 von 7 Gästen abgesagt haben/ es aus Krankheitsgründen mussten. Schliesslich habe ich für die Gäste ja schon alles eingekauft.

Die Biere fürs TastingZiel meines happy plate Sunday Lunch Club ist es ja nicht nur meine Gäste mit einem herrlichen Menü zu überzeugen, sondern Ihnen auch die welt der Biere und vor allem die Kombination mit Essen näher zu bringen. Es gibt nicht nur Wein, der hervorragend zum Essen passt, sondern auch viele passende Foodparings zum Bier. Durch meine Ausbildung zum Biersommelier hatte ich ja schon hier die Chance erste Kombinationen und Prinzipien kennenzulernen. Bei den Bieren versuche ich natürlich auch immer mal wieder Münchner Biere in mein Bier Tasting einzubringen. Das klappt natürlich nicht immer. Es wird sicherlich immer mal wieder spannende, sicher auch mal seltene Biere bei meinem Supper Club in München geben, aber ich versuche eigentlich immer Biere anzubieten die man auf die ein oder andere Art gut erhalten kann. Der Fokus ist allerdings klar, dass es zum Gericht passt. Meine größte Erkenntnis aus dem dem Bierbotschafter Kurs war, dass ein Restaurantbesuch schon alleine durch die korrekte Kombination von Bier und Essen stark zum positiven oder negativen beeinflusst werden kann.

Zum Starter gab es selbstgebackenes Brot, selbstgemachte Trüffelbutter und einen Frischkäse mit Datteln. Dazu hatte ich einen leckeren Aperitif mit einem Pils und Gurke. Für die Vorspeise hatte meinen Maronensuppe mit Reisbällchen schon hervorragend gepasst. ich habe das Reisbällchen nur mit ein paar Garnelen und etwas Chili gestreckt. Das hatte irgendwie noch besser zu dem Session IPA gepasst, dass es dazu gab.

Im Hauptgang hat meine Gäste dann eine confierte und parfürmierte Gans erwartet. Dazu gab es einen Feldsalat und eine Lasagne von der Süsskartoffel mit Basilikumhummus. Passend dazu ein Dunkles. Das Dessert bestand aus einen Bratapfelparfait mit einem Marzipanmousse. Dazu eine Kirschsauce, in die ich ein Stout eingekocht habe. Es gab als Dessertbier allerdings kein Stout, sondern en leckeres belgisches Dubbel.
Erstes Menü für den happy plate lunch club

Meine Learnings für den happy plate Sunday Lunch Club

  • Zubereitung am Kochtag – Wenn alles gut vorbereitet ist, dann läuft das Event wie am Schnürchen. Ich habe mir selber sehr viel Druck rausgenommen und habe, eigentlich unbeabsichtigt, nur Beilagen ausgesucht, die ich nciht auf dem Herd zubereiten muss. So ist das Handling natürlich sehr viel einfacher. Es hat mich positiv sehr gefreut, dass mein „Sharing-Prinzip“, ich lasse mindestens die Hautspeise unter allen aufteilen, bei meinen ersten Gästen gut angekommen ist.
  • „No Shows“ – Man kann ja nichts gegen Krankheit machen, allerdings muss ich hier irgendwie gucken, dass Leute die krank absagen müssen die Verantwoertung jemand neuen zu finden, selber übernehmen und mich nicht mit dem Problem sitzen lassen. Das nimmt ansonsten auch die komplette soziale Komponente aus dem Event. Das es Leute gibt, die bei solchen Events zusagen und ohne Abmeldung nicht erscheinen, brauch man glaube ich nicht groß kommentieren. Aus meiner Sicht ist es das Letzte, jemanden einfach auf dem Essen, das für ihn gekauft und gekocht wurde sitzen zu lassen. Dabei geht es mir sogar weniger um das Geld als um die wertschätzung für die Arbeit und die Produkte. Die Produkte werden ja sicherlich in den nächsten Tagen trotzdem gegessen. Nur schmecken die meisten Sachen aufgewärmt nur noch halb so gut und der Genuss, die wertschätzung, ist, wenn man was am dritten Tag hintereinander gegessen hat natürlich auch verloren.
  • Geld für Spenden – Bei dem Event konnte ich durch die No-Shows leider nichts spenden. Ich werde mir hiern och mal Gedanken machen, wie ich hier wenigstens ein paar Euro auch für gute Zwecke einsammlen kann.

Rezepte

Natürlich gebe ich euch auch die Möglichkeit meine Rezepte zu Hause nachzukochen. Dafür habe ich alle Rezepte des happy plate Sunday Lunch, Club, dem Supper Club in München, als Blogbeiträge veröffentlicht. Viel Spaß beim Nachkochen!

Exotische Maronensuppe mit Kartoffel-Reisbällchen

Maronensuppe mit Kokosilch und Kartoffel-Reisbaellchen

Confierte Gänsekeule an Süsskartoffel-Basilikumhummus-Lasagne und Feldsalat mit Zwiebel-Curryketchup

Marzipanmousse mit Bratapfelparfait und Kirschsauce

Bratapfelparfait an Marzipanmousse und Kirschsauce

Confierte Gaensekeule mit Suesskartoffellasagne

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happy plate sunday lunch club

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