Pastrami in ScheibenIch stehe ja sowas von auf Pastrami. Es gibt für mich fast keinen besseren Belag eines Sandwiches als selbstgemachtes Pastrami. So häufig wie ich das schon gegessen habe, eigentlich eine Schmach, dass ich es noch nie selber gemacht habe. Ein Grund ist allerdings u.a., dass ich keinen Smoker besitze. Aber wofür gibt’s denn Liquid Smoke?

 

Was ist Pastrami?

Stück Pastrami aus dem SlowcookerAls Pastrami bezeichnet man gepökeltes und dann geräuchertes Fleisch, das mit einer würzigen Kruste umgeben ist. Klingt geil, oder? Solltest du es noch nie probiert haben, ist spätestens jetzt der Moment, in dem ich erwarte, dass du sofort losziehst und dir ohne den Artikel hier weiterzulesen, die Zutaten besorgst oder dir fertiges Pastrami holst(dies allerdings nur, um es wenigstens mal probiert zu haben!).
Für Pastrami eignet sich eigentlich so gut wie jedes Fleisch. Bei seiner ursprünglichen Entstehung (es stammt wohl aus dem Jiddischen) wurde Hammelfleisch benutzt. Heutzutage kriegt man es hauptsächlich vom Rind. Meistens wird Rinderbrust benutzt, aber auch Teile wie Schulter, Tafelpsitz, etc. finden ihren Weg zu dieser Spezialität. Selbstgemachtes Pastrami ist so einfach. Hauptsache, das Fleisch ist am Ende schön rot und gut haltbar. Es lässt sich also schon erahnen, dass man Pastrami früher zur längeren Haltbarmachung des Fleischs benutzt hat.

Wie macht man selbstgemachtes Pastrami aus dem Slowcooker?

Pastrami von obenIch wollte unbedingt mal wieder den Slowcooker benutzen, der verstaubt ja sonst nur. Außerdem muss man ja nicht alles vakuumieren und in mein geliebtes Sous – Vide – Gerät schmeißen. In den USA hat eigentlich jeder einen Slowcooker zu Hause. Das kann sich in Deutschland meiner Meinung nach auch gerne ändern. Bei meiner Recherche im Internet kommmt man zu diesem Thema nicht an dem Blog Küchenlatein von Ulrike vorbei. Ulrike hat ein wahnsinniges Know-How, wenn es um Slowcooker geht. Glücklicherweise hat sie auch ein Rezept für Pastrami im Slowcooker .
Das Rezept hat sich am besten mit meinen Recherchen durch gefühlte 100 Rezepte gedeckt. Ich habe es natürlich trotzdem leicht abgewandelt, da es nach meinen Geschmack ruhig etwas anders schmecken sollte. Zudem habe ich meine Rinderbrust selber gepökelt.

Den Sud aus dem Slowcooker kann man übrigens super als Basis für Zwiebelsuppe benutzen.

Pastrami aus dem Slow Cooker von oben

Pastrami aus dem Slow Cooker

Gericht: Kleinigkeit
Bier Pairing: IPA
Stil: Ausgefallener
Ernährungsform: Rind
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 9 Stunden 45 Minuten
Pökeln: 5 days
Arbeitszeit: 15 Minuten
Portionen: 6 Portionen
Autor: happy plate
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Zutaten

Pökeln

  • 3 l Wasser
  • 400 g Meersalz
  • 75 g Pökelsalz
  • 200 g Zucker
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 Teelöffel Senfsamen weiß
  • 1 Teelöffel Koriandersamen
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1,5 - 1,6 kg Rinderbrust

Garen im Slowcooker

  • 1 Gemüsezwiebel
  • 2 Pimentkörner
  • 1 Lorbeerblatt

Rub

  • 1 Teelöffel Paprikapulver edelsüss
  • 1 Teelöffel Cayennepfeffer
  • 1 Teelöffel Koriandersamen
  • 3 Nelken
  • 1 Esslöffel Liquid Smoke

Anleitungen

Pökeln

  1. Für das Pökeln alle Zutaten bis auf die Rinderbrust aufkochen und wieder abkühlen lassen.
  2. Die Rinderbrust quer halbieren und in den Sud legen.
  3. Das Ganze für ca. 5 Tage in den Kühlschrank legen und täglich wenden.

Garen im Slowcooker

  1. Für das Garen im Slowcooker, die Rinderbrust trockentupfen.
  2. In den Slowcooker das Wasser, den Piment ,die Lorbeerblätter und die gepökelte Rinderbrust geben.
  3. Auf Stufe Low für 8 Stunden garen.

Fertiggaren

  1. Das Fleisch für ca. 1 Stunde abkühlen.
  2. Im Mörser alle Zutaten für das Rub gut vermengen und die beiden Stücke Rinderbrust damit einschmieren.
  3. Im 175 °C vorgeiztem Ofen für 45 Minuten fertiggaren.
  4. Vor dem ersten Anschnitt nochmals für eine Stunde runterkühlen. Danach dünne Scheiben abschneiden.

Rezept-Anmerkungen

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