Rentierburger mit auslaufenden KäseIhr müsst jetzt ganz stark sein: Jedes Jahr testet der Weihnachtsmann, bevor er auf Geschenkereise geht, noch einmal seine Rentiere bis ins kleinste Detail. Und leider schaffen nicht alle den Test, das heißt, die die durchfallen, werden durch jüngere Rentiere ersetzt. Aber die Rentiere, die euch noch ein Gefallen zu Weihnachten machen möchten, landen immerhin noch auf meinem Rentierburger 🙂

Jetzt aber mal im Ernst: Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich zum ersten Mal in Finnland beim Snowboarden einen Rentierburger gegessen habe. Das ganze übrigens ein paar Tage, nachdem wir im Weihnachtsmanndorf waren. Und wenn der Winter dieses Jahr nicht kommt, dann brauche ich eben was, das wenigstens an einen schönen verschneiten Winter erinnert. Bei einem Rentierburger kommt da auf jeden Fall schon mal die richtige Stimmung auf.

Aber warum gerade Rentier?

RenntierburgerJedem ist ja bekannt, dass Rentiere aus dem hohen Norden stammen. Durch ihr einzigartiges Fell und der ständigen Bewegung der Tiere ist das Fleisch fettarm, eiweißreich, reich an Mineralstoffen und hat mit einem ganz leichten Wildgeschmack auch noch ein super-zartes Aroma. Wer es noch nicht probiert hat, sollte das unbedingt mal machen. Allerdings ist das Fleisch leider nicht so leicht zu bekommen und da ich keine Verkaufsquelle in der Stadt gefunden habe, entschied ich mich dazu, das Fleisch einfach online zu bestellen. Mein Metzger war sogar so nett und hat die 2 Steaks freundlicherweise schon durch den Wolf gejagt, sodass ich genug Hackfleisch hatte.

Die Pattys auf den Fotos sind übrigens ausnahmsweise mal handgeformt.

Das Ganze kombiniert mit spanischen Käse

Renntierburger von schräg obenDurch meine Lehre zum Koch in einem spanischen Restaurant hab ich natürlich einen speziellen Beug zu spanischen Lebensmitteln und ich wollte euch noch unbedingt spanischen Ziegenkäse mit Paprikapulver – Panade zeigen. Den von mir gekauften „La Quesera de la Vera“ kriegt man ganz leicht im spanischen Lebensmittelladen. Aber auch andere Sorten dieses spanischen Käses sind immer mal wieder erhältlich. Ich habe den Käse paniert kennengelernt, ähnlich eines Camemberts, nur viel aromatischer und leckerer. Probiert es selbst mal aus!

Die Idee, Käse mit Paprikapulver haltbar zu machen, finde ich sehr schön. So kann man die Rinde auch gleich weiterbenutzen. Für mein Burgerrezept habe ich nämlich den Burger mit einer schönen Mojo (so nennen die Spanier ihre leckeren Saucen) abgerundet.

Zu dem Ganzen kommt dann noch Feldsalat hinzu. Dieser bietet einiges an Vitaminen und Mineralstoffen, gibt zudem noch eine schöne Farbe. Ein weiterer Bestandteil des Burgers ist ein schnelles Preiselbeerchutney, das ich zwischen das Rentierpatty und den panierten Käse platziere. Preiselbeere passt hervorragend zu Wild und paniertem Käse, dient also in diesem Fall als Verbindungsglied. Ich hoffe euch gefallen die Zutaten und die Komposition meines Rentierburger.

Renntierburger mit auslaufenden Käse

Rentierburger mit kanarischem paniertem Käse und Mojo

Bier Pairing: Doppelbock
Portionen: 4 Personen
Autor: happy plate
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Zutaten

  • ca. 300 g spanischer Käse mit Paprikarinde "La Quesera de la Vera"
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 2 Eier
  • ca. 80 g Paniermehl
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Esslöffel Sherryessig
  • 40 g Walnüsse
  • 1 Messerspitze Kreuzkümmel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • 1 rote Paprika
  • 1 Schalotte
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 100 g Preiselbeeren aus dem Glas
  • 500 g Rentierfleisch
  • 1 Hand voll Feldsalat
  • 4 Burger Buns Rezept
  • Salz Pfeffer

Anleitungen

  1. Den Käse von der Rinde befreien und in 15 g schwere Dreiecke schneiden. Die Abschnitte aber für später aufbewahren.
  2. In drei Schüsseln jeweils das Paniermehl, das Mehl und die verquirlten Eier verteilen.
  3. Den Käse erst mehlieren, dann durch das Ei ziehen und schließlich in das Paniermehl geben.
  4. Die Abschnitte des Käses mit dem Olivenöl, dem Sherryessig, der roten Paprika, den Walnüssen, dem Kreuzkümmel, dem Paprikapulver und der Knoblauchzehe in einen hohen Behälter geben und mit dem Stabmixer pürieren.
  5. Mit Salz die Mojo abschmecken & kühl stellen.
  6. Die Schalotte in kleine Würfel schneiden und in einem kleinen Topf anbraten.
  7. Den Rosmarin vom Ast zupfen und fein hacken. Dann mit in den Topf geben.
  8. Die Preiselbeeren hinzufügen und kurz erhitzen. Dann abfüllen.
  9. Das Rentierfleisch durch den Fleischwolf geben (da ich keinen Fleischwolf habe, hat mich hier mein Metzger unterstützt - einfach mal nachfragen)
  10. 4 Patties a 125 g formen.
  11. In einer Grillpfanne die Pattys von beiden Seiten braten.
  12. In einer zweiten Pfanne die panierten Käseecken von beiden Seiten ca. 2 min lang anbraten. Den Käse, nachdem er aus der Pfanne genommen wurde, auf Küchenpapier abtupfen.
  13. Währenddessen die Buns halbieren und die Innenseiten toasten.
  14. Den Burger nun wie folgt belegen:
      Bun - Unterseite
      Feldsalat
      Rentierpatty
      Preiselbeerchutney
      Käseecken
      Spanische Mojo
      Bun - Oberseite

 


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