Wie jedes Jahr hat das MVG Museum in München wieder für die Braukunst Live seine Tore geöffnet. Auch dieses Jahr war ich wieder dabei. Diesmal bin ich sogar 2 ganze Tage über die Messe gelaufen. Dabei haben mich zumindest am ersten Tag mit Bloggerfreunde von feedmeupbeforeyougogo und Glasgeflüster begleitet.

Meininger kauft die Marke Braukunst Live

Der Meininger-Verlag hatte im Vorfeld der Braukunst Live bekanntgegeben, das sie sowohl die Braukunst Live als auch die Finest Spirits gekauft haben. In Bezug auf die Braukunst Live heißt dies, dass fortan eines der größten Craft Beer – Events von dem Verlag ausgerichtet wird, der auch das Biermagazin “Craft” rausbringt.

Das Thema dieser Braukunst: alkoholfreie Biere

Auch wenn das Bier der Braukunst das Aloha, ein hopfiges Weizen, von Crew Republic war, war das Hauptthema alkoholfreie Biere. Der Hintergrund dabei ist, wie beim Aloha, der Genuss von Hopfen. Hopfen rückt immer mehr in de Fokus der Bierwelt. Ein guter Hopfen optimal im Bier eingesetzt ist schon die halbe Miete. Dazu entwickelt die Barth Haas – Group immer wieder neue Hopfen, wie z.B der Aloha – Hopfen, welchen ich das erste Mal im Aloha auf der Braukunst kennenlernte.

Der Rundgang über die Messe

Die ersten 2 Stopps waren im Vorfeld schon absolut klar: die Biere von Sebastian (Freigeist Bierkultur) und Felix (Orcabräu). Die Biere von Sebastian, sind einfach verrückt, aber lecker. So hat er diesmal Biere mit Ayran und Trüffel dabei gehabt und die Biere von Felix haben neben tollen Labels auch tolle Geschmackskombinationen. Gerade die Wildfang-Serie war absolut den Besuch wert. Die beiden kamen zu erst dran, da wir hier unbedingt einen neutralen Gaumen haben wollten.
Es folgten viele Gespräche mit den Brauern, die viele Details über ihre Biere teilten. Natürlich hätten wir die Möglichkeit dabei unterschiedlichste Stile zu probieren. Auffallend war, dass die Lagerung in immer mehr in Alten Fässern, wie Weinfässern stattfindet. Dadurch erhalten Biere ein ganz eigenes Aroma. Hier gab es vor allem von Zombräu ein paar tolle Biere. Aber auch das limitierte rum-finished von der Munich Brew Mafia war absolut top und wurde gehütet wie Gold.

Es gab auch diverse Besonderheiten wie ein Bier mit Kveik, einer Hefe aus Skandinavien, von der Brauerei Flügge, Bier von der estländischen Tanker Brewery, dass eher an einen Saunaaufguss als an Bier erinnerte oder dem Bier – Wein – Hybriden von Kuehn Kunz und Rosen.

Cool war, dass die Bierothek und beyond Beer auch ein paar Biere dabei hatten. Dabei waren schon einige Highlights aus ihren Shops dabei. Auch wenn keine Bräuer dab waren, konnten beide auch viel über ihre Biere erzählen.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, war dass viele der ausstellenden Brauer keine Lehre oder Studium hinter sich gebracht hatten, sondern sich ihr Geschäft aus dem Hobby gebildet hat. Wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein happy brew auf einer solchen Messe.

Meine Highlights der Braukunst Live

Eigentlich war jedes Gespräch ein absolutes Highlight. Trotz des hohen Andrangs haben sich die meistens Brauereien sehr viel Zeit für jeden genommen, der eine Frage hatte. Der Umgang war absolut fair und respektvoll.

Natürlich blieben mache Treffen etwas mehr im Gedächtnis als andere, und das nicht auf Grund des Alkoholpegels. Beim Atelier der Braukünste gab es nicht nur hervorragende Biere, sondern auch eine tiefere Diskussion darüber, wie wichtig die Einhaltung der Kühlkette, besonders beim Verkauf, für das Bier ist. Das ist ein Punkt, der leider viel zu selten besprochen, bzw. angesprochen wurde. Daneben sind mir noch 2 Brauereien neu aufgefallen, die ich vorher nicht kannte und sowohl durch die Kommunikation mit den Brauern als auch durch ihre echt leckeren Biere aufgefallen sind. Das waren zum einen Brewheart mit tollen IPAs und Testbräu mit seinen fruchtigen Blanche-Bierstil.

Alles in allem muss ich aber sagen, waren auf der Braukunst zwar weniger Aussteller, trotzdem waren dafür dieses Jahr viele erstklassige Biere ausgestellt, die richtig Spaß beim probieren gemacht haben.

Es freut mich übrigens, dass du bis hierher gelesen hast. Die ganzen tollen Biere passen auch hervorragend zu leckeren Speisen. Ihr findet hier im Blog viele spannende Rezepte zu denen ich größtenteils schon das passende Bierpairing hinzugefügt habe.

Ich habe die Braukunst mit einem Presseausweis besuchen dürfen. Das heißt, ich musste keinen Eintritt zahlen. Auch auf die meisten Biere bin ich netterweise von den Brauern eingeladen worden. Dennoch ist der Artikel basierend auf meiner ehrlichen Meinung und würde absolut objektiv geschrieben.