Foto 26.02.15 19 42 49Derzeit ist es in aller Munde, jeder will es machen und die Nachfrage in der Bevölkerung ist auch da: Burger liefern lassen. Erfolgreiche Burgerbratereien fangen gerade an, ihren Kunden die Burger auch nach Hause zu bringen, Fastfood – Riesen rollen ihre ersten Lieferservices aus und neue Lieferketten entstehen. Aus Ernährungssicht ist es sicherlich kritisch zu betrachten, wenn man sich schon nicht mal mehr bewegen muss, um Essen zu gehen. Auf der anderen Seite kann man seinen Tag so natürlich auch effektiver gestalten, damit man z.B. mehr Zeit für Sport hat. Was ich jedenfalls immer im Kopf habe, wenn ich an Burger vom Lieferservice denke, sind diese latschigen, lieblos zusammengematschten Burger, die die meisten Pizzalieferservices auch in ihrem Sortiment haben. Den Burger, den ich mir neulich von einem Laimer Burgerlieferdienst bestellt hatte, hat mich auch auf ganzer Linie enttäuscht. Riesig war er zwar, aber die Produkte darauf haben geschmeckt wie vom Discounter. Dazu noch labbrige Kartoffelspalten und mir war klar, dass ich da nie wieder bestellen werde. Aber ich habe auch schon sehr leckere Burger geliefert bekommen, z.B. von Taste my Burger. Die Burger waren super und die Pommes immerhin noch geniessbar, als sie bei mir ankamen.

burger meSpannend finde ich auch immer, wie die Fastfood – Riesen dieses Konzept umsetzen. In einigen Städten läuft deren Lieferservice ja schon und ich weiß noch, dass in Berlin manche Stores auch schon, bevor es offiziell war, ihre Ware ausgeliefert haben. Gerade hier schmeckt man bei Burgern schnell einen Qualitätsunterschied, wenn sie schon ne zeitlang liegen. Gleiches gilt für die Pommes. Vielleicht will ja jemand, der schon mal bei einem solchen Lieferservice bestellt hat, in den Kommentaren schreiben, wie das Essen dort war.

Was es ebenfalls gibt, sind Burgerbring-Dienste, die auf Burger spezialisiert sind. Man sollte eigentlich meinen, hier arbeiten die Profis. Für mich ist gerade diese Sparte besonders spannend, da einer meiner Freunde seit neuestem der Lizenznehmer einer solchen Kette (burger me) ist. Ich werde natürlich versuchen, so objektiv wie möglich zu schreiben, aber da ich ihm schon beim Aufbau seines Ladens geholfen habe und  weiß, wie viel Herzblut meines Freundes darin steckt, wird’s schwer ! burger me ist übrigens derzeit laut meiner Recherche der einzige Lieferservice, der seinen Fokus auf Burger gesetzt hat. 

Das Equipment gleicht dem der Fastfood – Riesen, was hier aber den Unterschied macht, ist das Packaging, das durch geschickte Belüftung eine länger andauernde Qualität verspricht, plus die Expertise und optimale Auslastung der Liefergebiete, die vielen noch fehlt. Leider liegt unsere Wohnung nicht in burger me’s Liefergebiet. Da man sich aber bei meinem Freund in Giesing auch in den Laden setzen kann, konnte ich so immerhin probieren, was es alles so gibt und das doch sehr muntere Treiben der Fahrradkuriere (burger me liefert nur auf E- Bikes aus) beobachten.

burger meUnsere Burger waren wirklich leckerer als erwartet, können zwar mit keinem der besseren Burger – Läden mithalten, aber sind immerhin eine ernsthafte Konkurrenz für die Fastfood – Riesen und Burgerläden, denen es schlicht und einfach an Potential fehlt. Alles in allem also ein Burger, den man sich durchaus mal gönnen kann. Was ich leider noch nicht probiert habe und was aber auch echt toll sein soll, sind die Salate dort. Salat passt super zum Burger und macht das Ganze zumindest ein klein wenig „gesund“.

Und das Fazit?

Generell bin ich ja eher der Typ, der seine Burger selbst macht und nichts gegen ein wenig Bewegung hat, aber gerade an einem Sonntag beim Rumhängen auf der Couch mit leerem Kühlschrank und gutem Film ist das Bestellen eines Burgers via Burgerlieferdienst sicher eine tolle Alternative. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass die Qualität stimmt und dass in den Preisen auch immer die Liefergebühren enthalten sind, ein Burger bis vor die Haustüre ist dadurch nämlich schon etwas teurer. Bedenken sollte man außerdem, dass die Produkte tendenziell eher weniger regional, saisonal oder nach Bio-Richtlinien produziert werden. Wer also aus diesen Gründen bisher noch nichts bestellt hat, sollte solche Lieferdienste auch weiterhin eher meiden oder darauf hoffen, dass sein Burgerladen  bald auch einen Lieferservice bereitstellt.

Der Trend, sich Lebensmittel nach Hause zu bestellen, nimmt stetig zu. Mittlerweile liefert sogar amazon schon in einigen Märkten in den USA die Ware noch am gleichen Tag nach Hause. Generell ist der Trend an sich nichts schlechtes, weil man ja auch in gewisser Weise Ressourcen und Zeit sparen kann, auf der anderen Seite sollte man aber auch immer gucken, die Zeit zu nutzen, da eine Lieferung ja auch immer Geld kostet.